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Plymouth Mad Max Daywalker

Der Interceptor in den Mad Max Movies ist ein Ford Falcon XB Coupe der australischen Ford Serie. Dieses Modell gibt es nicht mehr als 1:32er Karrosse – so lag der Entschluß nahe ein passendes Modell aus der Evo-Serie ins Auge zu fassen. Der langweilige Plymouth Superbird mit der Aerofront war der am ehesten passende Genotyp, steht aber allenthalber hochhackig da wie ein Geländewagen mit Fahrleistungen einer Sonnenmilchflasche, es war eine Entscheidung des Gewissens.
Es nicht darum ein exaktes Abbild des Mad Max Interceptor nachzuempfinden, sondern das Thema in attraktive Fahrleistung und Optik begeisterungsfähig umzusetzen.
Die Evo Genmasse wurde komplett in alle Einzelteile zerlegt.

Zum Chassis, Fahrwerk und Motor:

Das Chassis wurde umgebaut auf das Dreileitersystem mit Aluschiene und Schwinge, um die Grundlage für eine möglichst perfekte Performance zu schaffen. Die Elektrik wurde pragmatisch optimiert für guten Stromfluß. Silikonkabel mit dickerem Querschnitt direkt vom Schleifer zum Motor reichen völlig aus und bringen Dampf: Der für das Unisystem sinnlose Fahrtrichtungsschalter samt Kabelpilz wurde eliminiert und ein überarbeiteter gekürzter original Universal 132 Schleifer eingesetzt. Anschließend wurde das Chassis mit Bleiplatten getrimmt. Die seitlich vorderen Bestandteile des Sets wurden als Ramme vor dem Kühlergrill hochgezogen und fassen nicht nur das Thema auf sondern sind bei dem flatterhaften Chassis notwendig, um ein konkurrenzfähiges Fahrverhalten zu erreichen (Stichwörter Kippneigung in Kurven/Schwerpunkt). Motor und Hinterachslager wurden mit Sekundenkleber fixiert und Schmierdienst beim Getriebe und Achsen ausgeführt. Die Felgen wurden in Schwarz lackiert mit silbernem Felgenbett, um einen Kontrast zur Karosserie herzustellen und die Tieferlegung optisch gefällig zu hinterlegen. Es wurden keine Alufelgen oder Spinnerwheels montiert, da die Stahlfelgenoptik schlicht und ergreifend besser zum Wüstenbomber passt. Die Vorderreifen wurden griplos gemacht, die Hinterreifen auf der Felge verklebt und mit der RSM gleichmäßig angeschliffen für einen guten Drift und Grip.
Der hintere Magnet wurde entfernt, weil das Auto durch die vorgenommenen Ãnderungen eine verlässliche Straßenlage besitzt und dieser Magnet somit eher negativ für schnelle Rundenzeiten ist (Stichwörter: Bremse / Kindersicherung).
Zum Schluß wurde der originale Evolution E 200 Motor ersetzt durch einen Slotdevil 2024 Motor mit 24.000 U/min und sattem Drehmoment. Der Motor ist ideal für kurvenreiche Strecken, aber fackelt auch auf der Geraden die Kaiserdiziplin der Fly-und Scalextricumbauten für die Uni 132 sehr ordentlich an. Bei 5 Volt 8h eingelaufen gelassen am Labornetzteil.

Zu Karosserie:

Die Aerofront wurde entfernt, das Dach abgeschnitten und die neue Karosserielinie sauber verschliffen. Anbauteile und Details wurden entfernt. Das Scheibeninlay wurde neu angepasst. Anschließend wurde die Karosserie respektive Radkästen filigran ausgedremelt, um den Plymouth gute 5 mm der Schiene anzunähern, der Schwerpunkt rückt nach unten, was für sichere und schnelle Fahranforderungen der Evo Ami Serie unerlässlich ist. Wir reden ja hier nicht von einem Bausparvertrag. Ein Slotcar muss in erster Linie schneller als die Konkurrenz und sicher zu fahren sein.
Die Karosse wurde angeschliffen, mit Kunststoffhaftvermittler innen und außen grundiert, nochmals geschliffen und zweimal satt überlackiert mit Mattschwarz. Klarlack und Wasserschieberdecals sind ein k.o. Kriterium, da ein Mad Max schlicht, grundehrlich Mattschwarz daherkommen muss. Das schwere Fahrerinlay wurde ausgefräst, um Gewicht abzutrainieren und den notwendigen Platz für den Motor zu schaffen. Der Überrollbügel wurde bearbeitet und lackiert, Frontgrill und Abdeckung der Rücksitzbank wurden angefertigt und eingepasst. Die seitlichen Auspuffrohre mussten durch die Tieferlegung weichen und wurden hinten passend in die Stossstange integriert. Der Innenraum etwas angehübscht und die Lufteinlässe auf der Motorhaube um 180° verdreht eingepasst, was dem Daywalker gut zu Gesicht steht in Kombination zu dem Grill und Lampen. Auf ein wie beim Interceptor hochragendes Motorimitat wurde bewusst verzichtet, um ihn nicht zu dragstermäßig wirken zu lassen. Eine zusätzliche Rohrramme für die Front erschien aber durchaus sinnvoll, um die Mission des Daywalkers optisch zu unterstreichen.

Anschließend wurden Karosserie und Chassis zusammengesetzt, die Anbauteile montiert, alles gesäubert von Staub und feinen Plastikspänen, die Ersatzreifen mit zum Auto passenden Felgen auf dem Kofferraumdeckel angebracht.

Als letztes Mad Max Detail wurde mit Tamiya Weathering Master noch Wüstenstaub um die Radkästen und seitliche Karrosserie aufgetragen.

Die Rundenzeiten nach dem Warmfahren samt dem eingelaufenen Motor hinterliessen ein fundiertes Grinsen beim Autor: Deftige Zwischensprints auf den 6.50m Geraden im sicheren Einvernehmen mit der Gravitationskraft, Dampf nach dem Abbremsen aus Kurven. In Schwarz.

Fazit: Feuer frei – So einen Wagen könnte Carrera ruhigen Gewissens in die 1:32er Fertigungsreihe aufnehmen. In 1:1 als Messeshowcar ebenfalls.